Überraschende Abstimmungsergebnisse
... "Bevor es losgeht, eine Abstimmung im Saal. Ein kurzer Blick: Die Frauenquote dürfte bei mehr als 50 Prozent liegen. Das Ergebnis der computergestützten TED-Analyse wird also durch einen Überhang des einen oder anderen Geschlechtes vermutlich nicht verfälscht. Nach 30 Sekunden steht das Ergebnis: Etwa 61 Prozent stehen zum Prinzip der Treue. Gut 30 Prozent halten es für überholt. Der Rest enthält sich.
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Dafür aber am Ende einen Überraschungssieger. Zur Erinnerung: Am Anfang standen sich Treue-Befürworter und -Gegner im Publikum noch mit 60 zu 30 Prozentpunkten gegenüber. Jetzt die Schlussabstimmung per TED. Ergebnis: Treue halten jetzt 49 Prozent für ein überholtes Konzept. Der Treue wollen nur noch knapp 42 Prozent die Treue halten."
aus: 27.04.2012, Süddeutsche.de
Erste Impressionen von unserem Treue-Disput am 26.04.2012
Vor dem Disput
Das Publikum
Der Moderator
Die Disputanten
Das CONTRA-Team
Das PRO-Team
Nach dem Disput
Nach dem Disput
» "...das Format, das sich nicht mit leidiger Senderplatzsuche, hohen Produktionskosten und Quotendruck aufhält und schlichtweg ganz ohne Fernsehen auskommt, stammt aus England, wo die Streitkultur eine bessere sei, hatte die Importeurin Jutta Falke-Ischinger anfangs geschwärmt. Aber vielleicht können auch Deutsche streiten lernen...."
Spiegel Online, 27.04.2012
Jörg Thadeusz
Jörg Thadeusz, geboren 1968, zunächst Liegewagenschaffner und Rettungssanitäter, heute Journalist, Moderator und Autor. Für seine Außenreportagen bei "Zimmer frei" erhielt er den Grimme-Preis. Er moderiert die Talksendung "Thadeusz" sowie die rbb-Talkshow "Dickes B". Bei Kiepenheuer & Witsch erschien von ihm: "Rette mich ein bisschen", 2003; "Alles schön", 2004; und 2008 gemeinsam mit Christine Westermann "Aufforderung zum Tanz. Eine Zweiergeschichte."
» Treue ist vergebliche Liebesmüh!
Bei deutschen Paaren gilt Untreue immer noch als Trennungsgrund Nummer Eins. Andererseits gibt eine große Mehrheit der Seitenspringer in Umfragen an, ihren Partner zu lieben. Was heißt das für die Zukunft von Paarbeziehungen? Welche Werte werden
den Verführungen des digitalisierten und globalisierten Lebens standhalten? Oder müssen wir uns von althergebrachten Regeln
ganz verabschieden und akzeptieren, dass Begehren und Bindung selten zusammenpassen? Produziert vielleicht gerade die
Verpflichtung zur sexuellen Treue mehr Leid als Glück und steht einem stressfreien Liebes- und Familienleben im Wege?
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